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Attacke auf Issa T. Das Amtgericht hat entschieden

Berlin, 17.10.2007 | authorIcon  Sven Mekarides

Issa T. (aus Burkina Faso) wurde am 09. Juni 2007 am U-Bahnhof Hermannplatz von drei Türken grundlos angegriffen und danach sehr schwer verletzt. Er schlug nach einem entscheidenden brutalen Faustensschlag und Karatetritt mit dem Hinterkopf auf den Bahnsteig und zerbrach sich die Schädeldecke. Er erlitt schwerste Hirnverletzungen und werde sich von dem Sturz bis zum Rest seines Lebens nicht mehr erholen können. Das Opfer war lange Zeit im Koma, ist heute bis zu 80 % gelähmt.

Das Amtsgericht Moabit hat heute in seiner letzten Sitzung abschließend entschieden, dass die beiden letzten Angeklagten die Tat begangen haben und das Strafmaß bis maximal 4 Jahre Haft für diese Tat nicht ausreichend sei; Die Sache wurde deswegen an das Landgericht Moabit verwiesen.

Nichtsdestotrotz bleibt dieser Prozess für uns ein Skandal; Täter bzw. Angeklagte und einige Zeugen haben das Opfer ständig verhöhnt und das Gericht missachtet. Die Richterin griff nicht konsequent dagegen durch und ließ sich teilweise vorführen. Als die Anwältin des Opfers dies heute im Protokoll mit einem Antrag festhalten wollte, lehnte ihn die Richterin sehr erbost kurzerhand und unverständlich ab. Eine Gerichtsakte ging sogar beim letzten Termin am 29.09.2008 verloren, sodass die Sitzung verschoben werden musste.

„Eine Fragen bleibt noch offen: Warum wird nicht mehr gegen den dritten Mann (wie ursprünglich) ermittelt, obwohl einige Aussagen ihn belasten, dass er derjenige gewesen sein soll, der das spätere Opfer aus der U-Bahn rausgeschubst hat? Das Opfer könnte sowohl aus der U-Bahn gleichzeitig von Außen gezogen worden sein (eindeutig durch das Gericht erkannt) als auch aus der U-Bahn vom dritten Mann rausgeschubst worden sein! Wir werden nicht locker lassen, bis diese feige Tat lückenlos aufgeklärt wird und alle Täter ihre gerechten Strafen bekommen haben werden“ sagt Sven Mekarides.